Breathwalk – Spaziergang in der Natur

Gräser Nahaufnahme Maike Helbig / www.myotherstories.de
Foto: Maike Helbig

Klare Luft. Durchatmen. Zu sich kommen.

Wenn ich morgens mit meinem Hund Spencer durch die Felder streife, ist das der perfekte Start in den Tag. Nur die eigenen Schritte hören, das Rauschen der Blätter. Dazu die wechselnden Farben der Natur, der Blick in die Ferne – das ist Flow. Diese ruhige Stunde erdet mich. Gibt Kraft für alle anstehenden Aufgaben.

Spencer in Wiese / myotherstorie.de

Foto: Jesko Wilke

Spazierengehen klingt furchtbar spießig. Ist aber extrem gesund. Nicht nur für die Seele. Wissenschaftler der Sporthochschule Köln haben festgestellt: Bereits 3.000 Schritte mehr am Tag senken das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant. Ihre Empfehlung: Jeder sollte sich mindestens 30 Minuten täglich moderat bewegen.

Wiese am Hang / myotherstories.de

Foto: Jesko Wilke

Vor allem ist da aber der Entspannungs-Effekt: schon nach fünf Minuten an der frischen Luft. Das haben Forscher der Universität im britischen Essex nachgewiesen. Gerade Spaziergänge im Wald heben die Stimmung und bauen Stress ab.

Wenn ich eine zeitlang gegangen bin, fange ich an, meine Atmung bewusster wahrzunehmen. Versuche, meinen natürlichen Rhythmus zu finden. Nicht so flach und schnell wie unter Stress.

Breathwalk Parkweg Foto Nikolaj Georgiew / MyOtherStories.de

Foto: Nikolaj Georgiew

Man kann Spaziergänge auch gezielt mit Atem-Übungen kombinieren, die den entspannenden Effekt verstärken. Ein einfaches Beispiel kenne ich aus meinem Yoga-Kurs:

Blick nach vorne, Körper gerade halten und dann gleichmäßig atmen. Vier Schritte durch die Nase ein, zwei Schritte Luft anhalten, dann vier Schritte durch den Mund langsam ausatmen. Darauf achten, dass man nicht nur in den Brustraum atmet, sondern ganz bewusst in den Bauch, der sich dabei wölben sollte.

In den USA ist der sogenannte „Breathwalk“ längst ein Hit. Eine Mischung aus Spaziergang, bewusstem Atmen und Yoga. Es gibt viele unterschiedliche Übungen. Auch bei uns kommt die Bewegung langsam an.

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